Man page - proc_pid_mountinfo(5)

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proc_pid_mountinfo

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BEZEICHNUNG

/proc/pid/mountinfo - EinhÀnge-Informationen

BESCHREIBUNG

/proc/ PID /mountinfo (seit Linux 2.6.26)

Diese Datei enthĂ€lt Informationen ĂŒber EinhĂ€ngungen im EinhĂ€ngenamensraum des Prozesses (siehe mount_namespaces (7)). Sie stellt verschiedene Informationen (z.B. Ausbreitungszustand, Wurzel von EinhĂ€ngungen fĂŒr Bind-EinhĂ€ngungen, Kennzeichner fĂŒr jede EinhĂ€ngung und seine ElterneinhĂ€ngung) bereit, die in der (Ă€lteren) Datei /proc/ PID /mounts fehlen und korrigiert verschiedene andere Probleme mit dieser Datei (z.B. Nichterweiterbarkeit, keine Unterscheidbarkeit von pro-EinhĂ€ngung- vs. pro-Superblock-Optionen).

Die Datei enthÀlt Zeilen der folgenden Form:

36 35 98:0 /mnt1 /mnt2 rw,noatime master:1 - ext3 /dev/root rw,errors=continue
(1)(2)(3) (4) (5) (6) (7) (8) (9) (10) (11)

Die Zahlen in Klammern sind Zuordnungen zu den folgenden Beschreibungen:

(1)

EinhĂ€ngekennung: eine eindeutige Kennung fĂŒr dieses EinhĂ€ngen (kann nach umount (2) erneut verwendet werden).

(2)

Elternkennung: die Kennung der Eltern-EinhĂ€ngung (oder von selbst fĂŒr die Wurzel des EinhĂ€ngebaums dieses EinhĂ€ngenamensraums)

Falls eine neue EinhÀngung oben auf eine bisherige bestehende EinhÀngung beim Pfadnamen P gestapelt wird (so dass es die bestehende EinhÀngung versteckt), dann ist die ElterneinhÀngung der neuen EinhÀngung die vorherige EinhÀngung an diesem Ort. Beim Blick auf alle an einem bestimmten Ort gestapelten EinhÀngungen ist daher die oberste EinhÀngung jene, die keine ElterneinhÀngung irgendeiner anderen EinhÀngung am gleichen Ort ist. (Beachten Sie allerdings, dass diese oberste EinhÀngung nur zugreifbar sein wird, falls das lÀngste PfadprÀfix von P, das der EinhÀngepunkt ist, nicht selbst durch eine gestapelte EinhÀngung versteckt ist.)

Falls die ElterneinhĂ€ngung außerhalb des Wurzelverzeichnisses des Prozesses liegt (siehe chroot (2)) wird die hier gezeigte Kennung keinen korrespondierenden Datensatz in mountinfo haben, dessen EinhĂ€ngekennung (Feld 1) auf die EinhĂ€ngekennung des Elternprozesses passt (da EinhĂ€ngungen, die außerhalb des Wurzelverzeichnisses des Prozesses liegen, nicht in mountinfo angezeigt werden). Als Sonderfall bei diesem Punkt kann die WurzeleinhĂ€ngung dieses Prozesses eine ElterneinhĂ€ngung (fĂŒr das Initramfs-Dateisystem) haben, der außerhalb des Wurzelverzeichnisses des Prozesses liegt, und ein Eintrag fĂŒr diese EinhĂ€ngung wird in mountinfo nicht auftauchen.

(3)

Major:Minor: der Wert von st_dev fĂŒr Dateien im Dateisystem (siehe stat (2)).

(4)

Wurzel: der Pfadname des Verzeichnisses in dem Dateisystem, der die Wurzel dieser EinhÀngung darstellt.

(5)

EinhÀngepunkt: der EinhÀngepunkt relativ zum Wurzelverzeichnis des Prozesses.

(6)

EinhÀngeoptionen: individuelle EinhÀngeoptionen (siehe mount (2)).

(7)

Optionale Felder: ein oder mehrere Felder der Form »Bezeichnung[:Wert]« (siehe unten).

(8)

Trennzeichen: Das Ende der optionalen Felder wird durch einen einzelnen Bindestrich markiert.

(9)

Dateisystemtyp: der Typ des Dateisystems im Format »Typ[.Untertyp]«.

(10)

EinhÀnge-Ursprung: dateisystemspezifische Informationen oder »none«.

(11)

Super-Optionen: individuelle Superblock-Optionen (siehe mount (2)).

Derzeit sind shared , master , propagate_from und unbindable mögliche optionale Felder. Siehe mount_namespaces (7) fĂŒr eine Beschreibung dieser Felder. Auswertprogramme sollten alle nicht erkannten optionalen Felder ignorieren.

Weitere Informationen zur Ausbreitung von EinhÀngepunkten finden Sie in Documentation/filesystems/sharedsubtree.rst (oder Documentation/filesystems/sharedsubtree.txt vor Linux 5.8) im Linux-Kernel-Quelltext.

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proc (5)

ÜBERSETZUNG

Die deutsche Übersetzung dieser Handbuchseite wurde von Martin Eberhard Schauer <Martin.E.Schauer@gmx.de>, Dr. Tobias Quathamer <toddy@debian.org>, Chris Leick <c.leick@vollbio.de>, Erik Pfannenstein <debianignatz@gmx.de> und Helge Kreutzmann <debian@helgefjell.de> erstellt.

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